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„ER ER ER HA CEE“ Bronze für Recklinghäuser U13!

Mit der U13 DM am letzten Wochenende in Düsseldorf endete die Saison 2015/16. Unsere U13II hatte sich als Vierter der NRW Meisterschaft qualifiziert. Ergänzt, nein verstärkt, wurden die 12 Spieler der U13II durch Annabell, die in der Landesmeisterschaft Spiel für Spiel Bestleistungen in der U13I zeigte.

Bei der Gruppenauslosung hatten wir diesmal mehr Glück als im letzten Jahr, als wir mit Cronenberg und Düsseldorf die beiden stärksten Gegner in der Gruppe hatten. Aber Darmstadt, Krefeld und Iserlohn waren auch nicht zu unterschätzen. Schließlich hatten wir in der NRW- Runde gegen Iserlohn und Krefeld je einmal verloren und gewonnen. Umso wichtiger war ein guter Auftakt gegen den süddeutschen Meister RSC Darmstadt. In der 1. Hälfte waren wir drückend überlegen, machten aber mal wieder viel zu wenig aus unseren Chancen. In der zweiten Hälfte wurde Darmstadt stärker und Maxi, musste einige Male sein Können unter Beweis stellen. Am Ende hieß es 4:0 für uns, der Auftakt war geglückt.

Das Duell unserer weiteren Gruppengegner Iserlohn und Krefeld endete unentschieden, was uns gut in die Karten spielte. Denn im nächsten Spiel gegen den HSV Krefeld konnten wir schon das Halbfinale klar machen. Aber die Krefelder zeigten sich als unangenehmer Gegner und schenkten uns nichts. Am Ende siegten wir knapp mit 2:1. Zwar nicht unverdient, aber es hätte auch andersrum ausgehen können.

Da sich dann Darmstadt und Iserlohn ebenfalls unentschieden trennten, standen wir bereits vor unserem letzten Gruppenspiel als Gruppensieger fest. Wir konnten also Kräfte sparen. Trotzdem versuchten wir auch das letzte Spiel gegen die ERG Iserlohn zu gewinnen. Alles andere wäre unfair gegenüber Darmstadt gewesen, die durch ihren Sieg gegen Krefeld im Falle einer Iserlohner Niederlage fürs Halbfinale qualifiziert gewesen wären.

Leider agierten wir von Anfang an etwas sorglos, wodurch Iserlohn einige Male allein auf Annabell zulaufen konnte. Aber Annabell zeigte sich gewohnt souverän und ließ sich nicht überwinden. In der Folge wurden wir dann etwas besser und konnten auch in Führung gehen. Durch einige unnötige Ballverluste kam Iserlohn aber zu weiteren Chancen und wir verloren am Ende mit 1:3.

Aufgrund der knappen Spiele haben wir nur wenig gewechselt und fast mit vier Spielern durchgespielt. Dadurch waren wir vielleicht im dritten Spiel etwas platt. Trotzdem war ich mit der gezeigten Leistung nicht zufrieden, was ich der Mannschaft in der Kabine auch deutlich mitgeteilt habe.

Zum Abschluss des Tages musste ich noch Annabells Rollschuh reparieren. Die vorderen Schrauben hatten sich durch die Schuhsohle gezogen und der Schuh hing nur noch halb am Gestell. Es gibt nichts Schöneres, als in einen verschwitzten Rollschuh zu greifen 😉

Am nächsten Tag war dann auch wieder gut und wir versuchten das viele Positive vom Vortag mit ins Halbfinale zu nehmen. Gegner war dort der RSC Cronenberg, der in der Gruppe B nach der Niederlage gegen den TuS Nord Gruppenzweiter wurde. Wir zeigten eine starke Leistung und hielten gegen den Favoriten gut mit. Lange stand es 0:0 und die Cronenberger Führung konnten wir wieder ausgleichen. Als Maxi dann wenige Minuten vor Ende der Schläger von einem Cronenberger Spieler aus der Hand getreten wurde, konnte Cronenberg die

Verwirrung zum 1:2 nutzen. Wir versuchten nochmal alles, um den erneuten Ausgleich zu erzielen, mussten aber dann schließlich das 1:3 hinnehmen. In der Schlussphase wurde dann nochmal komplett durchgewechselt, um Kräfte für das kleine Finale zu schonen.

Dort hieß der Gegner etwas überraschend TuS Düsseldorf Nord. Die Düsseldorfer starteten mit großen Ambitionen und konnten ihre Gruppe als Erster beenden. Unter anderem konnten sie den RSC Cronenberg besiegen, was selten genug vorkommt.

Aber anscheinend kostete der hohe Einsatz in der Vorrunde einige Kräfte und sie zeigten sich im Halbfinale gegen die ERG Iserlohn schon etwas müde. Zwar war Düsseldorf technisch die bessere Mannschaft, aber Iserlohn kämpfte um jeden Ball. Da beide Torhüter eine gute Leistung zeigten, fiel kein Tor und das Spiel ging in die Verlängerung. Hier hatte Iserlohn das bessere Ende für sich und siegte 1:0 nach Golden Goal.

So hieß der Gegner im kleinen Finale wie vor zwei Jahren in Herringen TuS Düsseldorf Nord. Wieder entwickelte sich ein spannendes Spiel und die Torhüter mussten wieder Höchstleistungen zeigen. Lange fiel kein Tor, ehe Niklas kurz vor der Pause den Recklinghäuser Führungstreffer erzielen konnte. In der zweiten Hälfte arbeiteten unsere Jungs hart in der Abwehr und fingen einige Bälle ab. Wir hatten mehrmals die Gelegenheit durch Konter für die Entscheidung zu sorgen. Aber selbst beste Chancen blieben ungenutzt.

Hinten ließen wir aber kaum noch gute Düsseldorfer Chancen zu. Und als Düsseldorf durch eine blaue Karte den Rest des Spiels in Unterzahl spielen musste, hatten wir eine Hand an der Medaille.

Die letzten Sekunden wurden runter gezählt und der Jubel war groß, als der Schlusspfiff ertönte.

Insgesamt 13 Spieler durften sich über ihre Medaille freuen. Zwar kamen viele Spieler nur zu Kurzeinsätzen. Aber wenn sie dann auf dem Feld waren, machten sie ihre Sache gut.

Annabell und Maxi spielten jeweils eine Halbzeit uns zeigten beide eine tolle Leistung.

Es war ein sehr ausgeglichenes Turnier, in dem fast jeder jeden hätte schlagen können. Beispielhaft sei erwähnt, dass der 7. und der 8. gegen den späteren Vizemeister Iserlohn jeweils unentschieden gespielt haben.

Die Helden von Düsseldorf:

Maxi, Fabian, Tom, Nico, Ben, Niklas, Darius, Mike, Tobias, Bünyamin, Finn, Randy und last but not least Annabell von der U13I

Was mich ärgert:

  1. Vor jeder Meisterschaft gibt es eine Besprechung mit allen Mannschaftsverantwortlichen. Aber offensichtlich werden die Infos aus dieser Besprechung nicht von allen an die Mannschaften weiter gegeben. Und das diesmal trotz ausdrücklicher Bitte. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass wieder Spieler von unbeteiligten Mannschaften das Spielfeld in der Halbzeitpause betreten haben. Besprochen, war, dass nur Spieler der beteiligten Mannschaften vor dem Spiel und in der Pause aufs Feld dürfen. Zum Glück hat diesmal die Turnierleitung schnell eingegriffen.

  2. Einige Spieler meinen ihren Frust über Niederlagen durch Schlägerschmeißen abbauen zu müssen. Diesmal flogen die Schläger zwar „nur“ auf den Boden. Ich habe es in dieser Saison aber auch schon erlebt, dass Schläger über das halbe Spielfeld flogen. Ohne Rücksicht auf Gegner oder eigene Mitspieler. Ich sehe es als Aufgabe der Trainer da einzugreifen. Kriege ich sowas in meiner Mannschaft mit, wird der Schläger erstmal einkassiert. Wenn die Trainer nicht in der Lage sind einzugreifen, kann es der Schiedsrichter machen.