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Neues von Thomas aus Vilanova (3)

Deutschland – Indien

Mit CR6, Seidler, Köhler und Kapitän Hages begannen die Deutschen das Spiel. Luca Brandt saß im Gehäuse. Nach kurzer Abtastphase fanden unsere Youngster besser ins Spiel! In der dritten Minute trifft Seidler, mit einer Direktabnahme aus der Luft, zum 1:0. Das Spiel plätscherte dahin. In der 8.min wurde Luca Brandt zum ersten Mal geprüft, war aber bei einem Schlagschuß von Chandan Shopra auf dem Posten! Nach 10 min. wechseln die Trainer,wie auch in den Spielen zuvor, die anderen 4 Feldspieler ein. Lukassen trifft zum 2:0 und in den Köpfen der Spieler ging es nur noch um die Höhe des Sieges. Diese Rechnung wurde aber ohne die Inder gemacht. In der Folgezeit wurde die Kugel des Öfteren in der Vorwärtsbewegung verloren und die Asiaten kamen zu einigen Chancen, die aber noch alle von Luca entschärft werden konnten. Die erste Hälfte ging in ihre Endphase. Und jetzt wurde es turbulent. Strieder wurde im Strafraum gefoult, konnte aber, den daraus resultierenden Penalty, nicht verwandeln.(13.min) In der 15.min ein Ballverlust im Aufbau und die Inder netzten zum ersten Mal ein. Deutschland schlug zurück, indem Lukassen, vorbildlich von Strieder bedient, dem Goalie keine Chance ließ. Der alte Abstand war mit dem 3:1 wieder hergestellt. Statt jetzt das Spiel zu beruhigen, immer wieder unnötige Ballverluste. Einen davon nutzte Sahibdeep Singh mit einem fulminanten Schlagschuß in den oberen Torwinkel zum 3:2. Damit nicht genug, denn sein Mannschaftskollege Chandan Chopra, lochte nicht einmal eine Zeigerumdrehung später zum 3:3 Pausenstand ein.
Die zweite Halbzeit begann, doch das deutsche Team konnte auch in der Folgezeit die „Handbremse“ nicht lösen!
Geißler, der jetzt im deutschen Kasten saß, wurde sofort von Chandan Shopra kalt erwischt. Zum ersten Mal lag man in dieser Begegnung zurück. Indien zeigt sich kompakt und unsere Jungs rufen ihr Potenzial zu diesem Zeitpunkt nicht ab. Geißler rettet in der 24.min, bei einem Konter der beiden pfeilschnellen Shopra und Singh, in höchster Not. Immer wieder steht der deutsche Keeper im Fokus und entschärft einige brenzlige Situationen. Somit hält er seine Farben im Rennen! Zum Glück trifft Seidler in dieser Phase zum 4:4 Ausgleich. Nach einer Auszeit wieder eine Großchance für Indien! Kapitän Hages übernahm jetzt Verantwortung und brachte, durch einen Doppelschlag in der 30.min, die deutschen Farben wieder auf die Siegerstraße. Doch postwendend wieder ein schneller Konter zum 6:5. Nun ergeben sich Großchancen auf beiden Seiten und die Tore fallen im Minutentakt. In der 32.min erst Rath an die Latte, Hages mit dem Nachschuss ins Tor.7:5!

Die Deutschen waren noch im Freudentaumel, als Shopra, mit seinem 4ten Treffer wiederum auf eine Länge verkürzte. (33.min) Die 34. min ist angebrochen und die Schiedsrichter entschieden auf 10 Teamfoul gegen Indien. Den daraus resultierenden „Direkten Freistoß“ haute Strieder, mit Wut im Bauch, in die Maschen. 8:6, und noch gut 5 Minuten zu spielen. Durch Konzentrationsmängel, bleibt man weiterhin, für die schnell vorgetragenen Konter der Inder anfällig. Wir sind immer noch in der 34. Spielminute, in der Strieder gefoult wird. Der Schiedsrichter zeigt den blauen Karton. Den Direkten verwandelt er selbst und Köhler erhöht noch in der gleichen Minute auf 10:6. Der folgende Gegentreffer war für diesen Tag bezeichnend. Erst hält Geißler,um dann gemeinschaftlich mit seinem Verteidiger den Ball über die eigene Torlinie zu bugsieren. 10:7.

Die letzten zwei Minuten laufen. CR6 bedient Rath, der nochmal den Pfosten trifft. Einige Sekunden später macht er es besser und bringt die Hartgummikugel zum 11:7 über die Linie. Nochmals verhängten die Schiedsrichter eine blaue Karte gegen Indien. Gatermann konnte die Chance mit dem „Direkten Freistoß“ nicht nutzen. CR6 schaffte es dann in Überzahl sich in die Torschützenliste einzutragen. Am Ende war es ein schwer erkämpfter Sieg, auch wenn das Ergebnis darüber hinwegtäuscht.
Ich hoffe, daß im letzten Spiel um Platz 9, gegen „Angstgegner“ Andorra, die Nerven der mitgereisten Fans nicht mehr so strapaziert werden!
Mit rollsportlichem Gruß aus Vilanova
Thomas Ehlert

Spiel um Platz 9

Deutschland – Andorra
Seidler, Strieder, CR6, Kapitän Hages und TW Luca Brandt waren heute die Ersten, die ihr Glück gegen Andorra versuchen durften. In der Anfangsphase war es ein reines Abtasten. Die deutsche Mannschaft sammelte schon zwei Teamfouls, bevor in der 6.min die Schiedsrichter aus Kolumbien und Italien auf Penalty für Andorra entschieden.
Ihr Kapitän schoss den Ball an den Pfosten. Erst einmal Glück gehabt! Bis Mitte der ersten Spielhälfte hatten beide Teams einen Teamfoulstand von 4:4. In der 12.min fällt durch einen schnell vorgetragenen Konter das 1:0 für den Pyrenäenstaat. 3 Minuten vor der Halbzeit hatten die Andorraner mittlerweile das 10.te Teamfoul erreicht!
Strieder legte sich die Kugel zur Ausführung des „Direkten Freistoßes“ zurecht, aber scheiterte am gut parierenden Goalie der Andorraner. Wenige Sekunden vor der Halbzeitsirene nochmals eine große Möglichkeit, doch Köhler konnte den genauen Paß von CR6 nicht verwerten. So lautete der Halbzeitstand 0:1.
Zu Wiederbeginn gleich eine Großchance, aber dieses Mal hat es Hages, nach schöner Vorbereitung durch Strieder, nicht verstanden einzuschieben. Wenig später, hatte sich dasselbe Duo, durch einen doppelten Doppelpass vor dem Tor frei gespielt, doch der Torhüter war wieder nicht zu bezwingen. In der 29.min musste deutsche Torhüter all sein Können zeigen, um den Schuss von Andorras Kapitän mit dem Helm aus dem Torwinkel zu fischen. Jetzt waren die Deutschen mittlerweile beim 10ten Teamfoul angekommen und sahen sich so einem „Direkten Freistoß“ gegenüber. Dieses Mal verwandelt ihr Kapitän eiskalt zum 0:2.

Zwei Minuten nach dem 0:2 das 0:3. Der Ball, von hinter dem Tor kommend, schob der heraneilende Andorraner mit Wucht ein. Um das Spiel noch herumzureißen musste man jetzt aggressiver zu Werke gehen. Das Teamfoulkonto füllte sich bedrohlich schnell. Nach nicht einmal einer Zeigerumdrehung waren 15 Teamfouls erreicht und ihr Kapitän hatte die Chance sein Land fast uneinholbar in Vorlage zu bringen. Der „Direkte Freistoß“ flog über das Gehäuse. Das Trainergespann gab den Spielern in einer Auszeit neue Instruktionen. Nach Wiederanpfiff, sah ein Andorraner, nach Foul an Strieder die blaue Karte. Strieder trat selbst zum Direkten an und weckte mit seinem Treffer zum 1:3 neue Hoffnungen, die sich nochmals erhöhten als er 5min. vor dem Ende im Nachschuss den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte.

Nach dem 12ten Teamfoul in Folge war der Teamfoulstand bei 19:11 und die nächste Chance weiter in Rückstand zu geraten war groß. CR6 hatte zwei Minuten vor dem Ende, freistehend, die Möglichkeit auszugleichen. Aufgrund der aggressiven Spielweise zeigten die Schiedsrichter, das mittlerweile 20 Teamfoul an. Den daraus resultierenden „Direkten Freistoß“ versenkte der andorranische Kapitän in die Maschen. 2:4 und noch eine Minute zu spielen. Andorra spielte die Zeit clever herunter. Deutschland belegt nach dieser Niederlage gegen Andorra den 10.ten Platz bei dieser U20-WM. In zwei Jahren gilt es diesen zu verbessern.

Mit rollsportlichem Gruß aus Vilanova
Thomas Ehlert

 

Endergebnisse der WM:

Spiel um Platz 15
USA – Südafrika 6:5 nach Golden Goal

Spiel um Platz 13
Ägypten – Angola 0:18

Spiel um Platz 11
Indien – England 3:17

Spiel um Platz 9
Deutschland – Andorra 2:4

Spiel um Platz 7
Kolumbien – Schweiz 4:3

Spiel um Platz 5
Chile – Argentinien 1:2

Spiel um Platz 3
Italien – Frankreich 4:3 nach Penaltyschiessen

Endspiel
Portugal – Spanien 4:3 nach Penaltyschiessen

Weltmeister
Portugal